Das Stück...

Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes ist ein Theaterstück von Hugo von Hofmannsthal. Vor 99 Jahren wurde es in Berlin uraufgeführt. Berühmt wurde es durch die jährliche Aufführung bei den Salzburger Festspielen (seit 90 Jahren). Die imposante Südfassade der Pfarrkirche in Unterägeri dient dem Schauspiel als würdige Kulisse. Handelt es sich doch bei diesem Mysterienspiel JEDEMA (Jedermann) um eine nach wie vor aktuelle Frage des Lebens: werde ich einmal in Ruhe sterben können?



Wort des OK-Präsidenten...

Ein einmaliges Erlebnis zum Jubiläum
Seit mehr als hundert Jahren wird in Unterägeri mit grossem Engagement Theater gespielt. 1885 trat das «theater unterägeri» nachweisbar im Gasthaus Kreuz auf. 125 Jahre später steht der aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenkende Verein vor einem weiteren Höhepunkt: Präsident Beat H. Bürgi, gleichzeitig auch Produktionsleiter und Regisseur, wagt sich zusammen mit einem Team von 30 engagierten Schauspielerinnen und Schauspielern und vielen Leuten im Hintergrund an eine grosse Aufgabe. «Jedermann» von Hugo von Hofmannsthal wird in der Dialektübersetzung «JEDEMA» von Oskar Eberle vor dem Hauptportal der Unterägerer Pfarrkirche aufgeführt, und zwar an zehn Abenden zwischen dem 5.  20. ugust 2011. Das spezielle und einmalige Erlebnis ist ein Dank an die Einwohnergemeinde für die Unter­stützung während der letzten Jahre und Jahrzehnte, eine Gratulation an die Kirch­gemeinde zum 150-Jahr-Jubiläum der Kirche Hl. Familie und schliesslich ein Geschenk an die Bevölkerung für die langjährige Treue und das spürbare Wohlwollen.
Zweites grosses Unterägerer Freilichttheater
Der initiative Beat H. Bürgi realisiert mit «JEDEMA» in Unterägeri sein zweites grosses Freilichttheater. Sicher erinnern Sie sich noch an das Jahr 1989, wo im Birkenwäldli «Katharina Knie» von Zuckmayer inszeniert wurde. Noch heute spricht man weit über unser Dorf hinaus von diesen fantastischen Aufführungen. Wir sind überzeugt, dass auch «JEDEMA» unvergesslich bleiben wird.
Unterstützen Sie unsere Initiative
Diese überdurchschnittliche Initiative eines einheimischen Vereins können Sie auch unter­stützen: Besuchen Sie eine Vorstellung und machen Sie in Ihrem Bekannten- und Freundeskreis Werbung für diesen kulturellen Leckerbissen. Laden Sie jemanden ein, dem Sie schon lange etwas Spezielles schenken wollten! Ich bin sicher: Sie werden es nicht bereuen! Dass in Unterägeri etwas Einmaliges und Unvergessliches entsteht, haben nebst der Katholischen Kirchgemeinde Unterägeri und der Einwohnergemeinde Unterägeri weitere Hauptsponsoren, Co-Sponsoren und Gönner gemerkt. Sie alle würdigen mit ihrer Unter­stützung einheimisches kulturelles Schaffen und belohnen den Mut des «theater unterägeri». Dafür danke ich ganz herzlich.
Joachim Eder,
Regierungsrat & OK-Präsident Freilichttheater «JEDEMA»



Wort der Regie...

Liebe Theaterfreunde
Das «theater unterägeri» wagt sich nach dem Freilichttheater 1989 «Katharina Knie» von Carl Zuckmayer wieder an ein Freilichtspiel. «Jedermann» von Hugo von Hofmannsthal, welches als sein literarisches «Wunderkind» bezeichnet wurde. De Oskar Eberle isch en grosse Dramatiker gsy. Ungfähr im Jahr 1938 häd er der «Jedema» i d schwyzer Sprach und i d’schwyzer Art übertreid und vor dä Pfarrchile in Schwyz wölle ufführe. Aber dazumal häds nid wölle grate, wil mer gmeint häd, äs wär fascht ä Gottesläschtrig, wänn dä Liebgott «puretüsch» redi.
S’theater unterägeri wagt sich im Jubiläumsjahr a das Spil JEDEMA – das Spil vom riche Ma wo stärbe muess. «Arm und rich – im Tod glich» seid aes alts Sprichwort. So läbt die Figur «Jedema» ii jedem vo üs, der nüd weiss, wänn er zum letschte Gang ufgruefe wird, und Rächeschaft über sini Tate ablege muess. Jedema isch uf dr Höchi vo sim Läbe. Er isch rich und verschwänderisch. Em arme Nachpur und em Schuldechnächt gwährt er kei Gnad. Er veranstaltet für sini Fründ und sini Geliebti aes bäumigs Fäscht. Doch z’mittst im Trubel g’hört er ä Stimm, die im Jedema rüeft. Der Tod erschint. Aes fliehnd alli; niemert wott ihn uf em letschte Gang begleite. Nüd emol sin beschte Fründ – s’Gäld, dä Mammon – häd für ihn nur Hohn übrig. Jedema isch äleige da. Dä «Wärch» und em «Glaube» glingt’s, d’Seel vom Jedema em Tüfel z’entrisse. Spil, wo im Volch nüd säged und nüd gänd, gids au bi üs mede gnueg. Aber Jedema, das spricht usem Läbe und isch immer aktuell. Ihr wärdet begeischterd sy – drum lönd üch das grandiosi Theaterstück nüd end gah – einmalig i üsere Gägend. Mir hoffet, dass Sie liebi Gäscht, ebe so vil erläbet und is täglich läbe mitnämet wie s’ganzi Ensemble bi de zahlriche Probe. S’ganz Theaterensemble vom «theater unterägeri» dankt für Ihri Unterstützig und freut sich uf Ihre B’suech.
Beat Bürgi,
Präsident, theater unterägeri und Regie Freilichttheater «JEDEMA»